Gutes Gelingen auf der Loipe von Denklingen

Die Gemeinde Denklingen, gelegen im südlichen Teil des Landskreises Landsberg am Lech, ist nicht nur der Stammsitz der Hirschvogel Group, einem sehr bedeutenden, in der Öffentlichkeit kaum bekannten Automobilzulieferer, also einem ‚Hidden Champion‘,  sondern bietet zudem im Hochwinter eine gute Langlaufloipe am westlichen Ortsrand Richtung Dienhausen, die wohl nur Insidern bekannt ist.

Vorausgesetzt es hat eine halbwegs ordentliche Schneeauflage und der örtliche Sportverein VfL Denklingen 1864 hat auch gespurt. Da beides heute gegeben ist, gelingt eine wunderbare Sporteinheit. Und die Sonne ist zudem noch hervorgekommen an diesem ‚Hidden Place‘, was will man mehr!

Loipe Denklingen

Hoher Kopf bedeutet imposante Abfahrt

Eine ordentliche Neuschneeauflage ohne Windverfrachtungen und ein strahlender kalter Wintertag sind gute Zutaten für eine wunderbare Sktitour in den Tuxern im Neuen Jahr.

Wir starten in Innerweerberg, am Gasthof Innerst weggehend. Zuerst durch Wald, dann durch freiere Flächen steigt die Spur nie steil in noch schattseitiger Westlage zur Hochsinnalm und weiter zu ihrem Hochleger auf 2.100 Meter an. Dort kommt die Sonne auch an einem Vormittag im Jänner schon hin und beleuchtet eine prachtvoll verschneite alpine Winterszenerie. Nach einer kurzen Pause zum Trink- und Sehgenuss ist es nicht mehr weit zum Gipfel namens Hoher Kopf auf 2.373 m.ü.M.

Skitour auf den Hohen Kopf in den Tuxer Alpen

Mit einer Abfahrt wieder zum Hochleger zurück erfolgt ein zweiter kurzer Aufstieg zum niedrigeren Nachbargipfel, der Rosslaufspitze.  Die nun folgende ostseitige Abfahrt in das Nurpensbachtal ist eine Premiere für mich und von oben bis unten ein Pulverschneetraum in idealer Hangneigung. Das Grinsen aus meinem Gesicht verschwindet auch nicht auf der langen Herausfahrt am Forstweg bis nach Innerst.

Skaten rund um den winterlichen Kalbelesee

Langlaufen bzw. Skaten ist das optimale Wintertraining für Radsportler. Und Spaß macht es obendrein, vor allem bei hervorragenden Schnee- und Loipenbedingungen, welche in diesem Winter zumeist nur in Hochlagen zu finden sind. Am Hochtannbergpass – auf 1.650 Meter über Meeresniveau – ist dies alles ideal gegeben, dazu noch in landschaftlich wunderschöner Szenerie.

Skaten rund um den Kalbelesee

Ich skate um den zugeschneiten Kalbelesee, nehme auch die Abfahrt zur Jägeralpe Richtung Warth mit und kämpfe mich wieder hinauf über Hochkrumbach zum Hochtannbergpass. Ein wirklich gutes (Höhen-)Training. Und ein etwas merkwürdiges Déjà-vu-Erlebnis für mich, denn vor über sieben Monaten bin ich über diesen Pass noch mit dem Rennrad gefahren bei hochsommerlichen Bedingungen im Rahmen der Veranstaltung Rad-Marathon Tannheimer Tal.

Naviser Kreuzjöchl mit Wind und wenig Schnee

Es ist noch nicht gar nicht so lange her, dass ich auf meiner sommerlichen Wipptal-Runde mit dem Rennrad auch im schönen Navis gewesen bin. Und nun ist es schon Januar und ich wieder hier mit Freunden bei leidlichen Schnee- und Skitourenverhältnissen, d.h. unten hat es eine geringe Auflage im Wald und droben Warnstufe 3.

Auftstieg zum Naviser Kreuzjöchl

Da ist ein bewährtes und beliebtes, nicht allzu schweres Ziel das Naviser Kreuzjöchl (2.536 m) in den Tuxer Alpen. Im mittleren Teil des Aufstiegs hat man – in seinem Rücken – eine grandiose Aussicht Richtung Norden auf das unter einem liegende Naviser- und das Wipptal, dahinter thronen die Stubaier, u.a. die markanten Berge Habicht und Serles.

Durch den wenigen Schnee am langen Grad zum Gipfel und vor allem den sehr starken Wind ist der letzte Teil des Aufstiegs doch nicht so einfach zu bewältigen wie auf dem Tourentipp-Portal beschrieben bzw. dort im Bild mit breiter Skispur zu sehen. Auf der abgeblasenen schiefen Ebene habe ich heute ein bisschen zu kämpfen wahrend der Bergführerfreund schon fast das Gipfelkreuz erreicht hat.

Der Gipfelgrad des Naviser Kreuzjöchls

Gemeinsam geht es dann wieder auf die Abfahrt, wobei wir den steilen östlichen Gipfelhang bewußt nicht befahren. Der Schnee ist insgesamt nicht ideal, dafür das Wetter prachtvoll und wir kommen alle wieder gesund unten an – was will man mehr bei diesen Verhältnissen.

 

Vom leichten Dreitausender Zischgeles

Skitourenaufstieg Zischgeles

Es ist nicht bekannt, wovon sich der Name des Berges Zischgeles (3.005 m.ü.M.) eigentlich herleitet. Er hat mit dem Weiler Praxmar bei Gries im Sellrain den selben Startpunkt wie die nebenliegende Lampsenspitze, ein bekannter Modeskitourenberg.  Auch der Zischgeles ist wohl ein solcher, weil ein wahrlich nicht schwer zu besteigender Dreitausender.

Am Gipfelkreuz des Zischgeles

Wir sind heute früh und flott dran, damit die ersten auf dem Gipfel und geniessen den prachtvollen Rundblick auf die Stubaier Bergwelt. Doch wir bleiben nicht lange alleine, machen uns daher schnell an Abstieg und Abfahrt. Wir zischen (daher leitet sich vielleicht der Name ab?) den breiten Osthang des Zischgeles hinunter auf noch hartem Schnee, vorbei an weit über einhundert Aufsteigenden. Im unteren Teil über Praxmar wird der Frühjahrsschnee leider schon faulig und man bricht gefährlich ein. Was wird die Nachkommenden in zwei Stunden erst auf deren Abfahrt erwarten? Auch Modetouren sind nicht immmer leicht.

 

Firnabfahrt von der Hochschrutte

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren bin ich vom kleinen Ort Lähn eine Skitour auf das Pfuitjoch gegangen. Da heute die Bedingungen noch besser sind – niedrigste Lawinenwarnstufe, sonnig und windstill – kann ich es wagen auf den westlicheren und im oberen Teil steileren Nachbarn aufzusteigen, die Hochschrutte. Der oder die misst 2.247 m. ü. M. und wird auch Plattberg genannt.

Blick von der Hochschrutte auf die Pleisspitze

Genau im Süden stehend grüsst der Gipfel der mir wohlbekannten Pleisspitze herüber, welche auch die Bezeichnung Bleispitze trägt. Die Namen im Tiroler Ausserfern sind etwas verwirrend. Doch die Abfahrt ist eindeutig ein Traum, auf den oberen freien Südhängen ein schwebender Genuss dank besten Firnschnees. Den hatte es leider vor vier Jahren am Pfuitjoch nicht. Doch eines ist identisch geblieben, nämlich das Material unter meinen Skischuhen. Damals war der Carbonski Hagan Ultra 82 noch ein geliehenes Testmodell, heute darf ich ein identisches Paar dieses Topskis mein eigen nennen.

Noch im Juni viel Schnee im Finstertal

Skiaufstieg Fnstertal im Juni

Wäre heute ein österlicher Feiertag, die sich darbietende Bergszenerie in weißer Schneelandschaft würde keine Besonderheit darstellen. Doch ist in diesem Frühjahr so gar nichts normal gewesen, weder die durch Corona bedingten Reisebeschränkungen noch die aussergewöhnlichen Schneemengen, letztere bedingt durch die kalten und niederschlagsreichen Monate April und Mai. So darf ich erst heute an Fronleichnam endlich wieder nach Tirol einreisen und kann mit meinem Freund Robsl eine erste und letzte Skitour gehen.

Skiabfahrt Kraspressee

Wir starten um kurz nach 6.00 Uhr im Kühtai, gehen vorbei am Speichersee Finstertal und steigen auf die gleichnamige Scharte mitsamt ihrem darüberliegenden Kopf. Nach kurzer Firnabfahrt und erneutem Auffellen fahren wir von der Kraspesspitze ab. Der unterhalb gelegene Kraspressee ist erstaunlicherweise Anfang Juni immer noch schnee- und eisbedeckt. Nur die ersten grösseren Rutschungen und der schon sehr durchfeuchte Schnee zeigen uns deutlich an, es ist nun Zeit diesen Sommer mit seinen Freiheiten und Freuden zu geniessen.

Doch zuerst einmal – oder zum Schluß – heisst es nach der unteren Zwinge die Ski entgültig ab bzw. auf den Rucksack zu schnallen und eine knappe halbe Stunde bis Haggen hinauszuschreiten.

Kleine Flucht mit Namen Tegelberg

Am Tegelberghaus

Auch wenn man gerade nicht viel unterwegs sein bzw. unternehmen soll, eine kleine Skitour zum Tegelberg hinauf geht immer – mit heute herrlichem Blick hinüber zum Säuling. Und das tut so gut, nicht nur in der Phase des Corona-Lockdowns.

Schade nur, dass das Tegelberghaus geschlossen sein muß. Wenigstens die AHA-Regeln sind bestens einhaltbar, da fast alle Skitourengeher solo unterwegs sind, also ihre kleine Alltagsflucht alleine unternehmen.