Archiv für den Monat: Oktober 2010

Endlich auf dem Peitlerkofel

Gipfelkreuz Peitlerkofel im GegenlichtUnd schon wieder herbstlicher Bergurlaub im Villnöss in Südtirol, wie herrlich! In meinem Beitrag von vor zwei Jahren habe ich beschrieben, dass wir wegen eines frühen Wintereinbruchs den Peitlerkofel nur umrunden konnten.

Doch diesmal klappt es: Wieder die teils verschneite Peitlerscharte hoch und dann auf den 2.875 m.ü.M. hohen, diesmal niederschlagsfreien Berg gerannt. Das Panorama ist phantastisch am Gipfelkreuz. Fast die ganze Südtiroler Bergwelt ist zu sehen, im Osten der Seekofel, der nahe Kronplatz als niedriger Buckel sowieso; und ganz fern im Westen grüsst sogar der Ortler – der Höchste im ganzen Rund!

Aufstieg zum Schnee zur SchlüterhütteDoch nur drei Tage später tritt die umgekehrte Wetterfolge ein. Ein starker nächtlicher Schneefall verwandelt komplett die zuvor herbstbraun-rötlich schimmernde Berglandschaft. Uns besuchen Stefan und Andrea und wir haben eigentlich eine gemeinsame Wanderung hinauf zur Schlüterhütte geplant. Da hilft kein Jammern, da heißt es nun spuren und folgen!

Kultiges Rennen auf die Pfarralpe

Auf dem MTB kurz vor der PfarralpeIm Allgäuer Ort Missen-Wilhams wird jeden Oktober ein wirklich kultiges Rennen zum Saisonabschluß gegeben – der Pfarralpkönig. Knapp eine Woche nach meiner L’Eroica-Teilnahme habe ich noch etwas schwere Beine, kann aber das Uphill-Rennen über 20 km zur Pfarralpe trotzdem genießen. Einen schönen Blog dazu hat auch der Bruder im Geiste (und im Fleische) Baschtl veröffentlicht, inklusive Helmkamera-Video. Anschauen lohnt sich!

Strade Bianco in der Toskana

Mit Masi Rennrad bei der L'EroicaEndlich ist es soweit. Seit Jahren schon wollte ich an dem legendären Nostalgierennen L’Eroica in der Toskana teilnehmen mit Start und Ziel in Gaiole in Chianti. Und die einzigartige Atmosphäre geniessen aus einer Mischung von herbstlicher Kulturlandschaft, Fahren auf hügeligen Schotterstrassen und Beteiligten in historischen Radoutfits.

Es ist Vorgabe, dass jeder Teilnehmer nur mit einem Old- bzw. Youngtimer-Rennrad an den Start gehen darf, ausgestattet mit Haken-/Riemchenpedalen und offen am Lenker verlegten Bremszügen. Ich habe das grosse Glück Thai Do meinen Freund nennen zu dürfen. Er ist – im positiven Sinne – ein ganz verrückter Radsammler und der heimliche König der deutschen Radbranche.

Schwarzer Radlederschuh mit StaubSeine Leihgabe an mich für dieses Rennen ist ein authentisches Radschätzchen – ein Masi Prestige von 1982, ausgestattet mit Campagnolo Super-Record. Vor allem italienische L’Eroica-Teilnehmer nicken anerkennend bei Ansicht dieses Rades; es ist auch zum Fahren ein Traum und schnurrt wie ein Kätzchen.

Wir fahren die mittlere Runde von 135 km. Alles in allem ein großer Spaß und tolles Event. An den Kontrollstellen biegen sich die Tische vor Essen und auch Wein. Aber die Anstiege und Abfahrten auf den weißen Schotterstraßen, den berühmten Strade Bianco, sind nicht ohne. Auf meinen 20 Jahre alten und nun zu neuen Ehren gekommenen schwarzen Leder-Radschuhen sind die Beweisspuren zu sehen.